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Die Salzprinzessin

Fast jeder wird das berühmte slowakische Märchen von der Salzprinzessin kennen. Die von ihrem Vater verstoßen wurde, da sie ihm auf seine Frage, wie sehr sie ihn liebt die Antwort: „Ich liebe Dich mehr als Salz“ gab.
Wie so manch Anderer hat er die Kraft des Salzes stark unterschätzt.

Damit das nicht noch einmal passiert, haben wir hier noch einmal das Herz der Geschichte zusammen gefasst.

Was geschah nachdem der König seine Tochter verstoßen hatte:

Eines Tages sollte ein Festmahl im Schloss gegeben werden. Da stürzte der Koch vor des Königs Thron und rief:
“Herr, ein großes Missgeschick hat uns befallen! Das Salz in der Küche und auch im ganzen Lande ist zerflossen und hat sich aufgelöst. Womit soll ich denn die Speisen salzen?”
“Kannst du denn nichts anderes zum Würzen verwenden?” fragte der König ärgerlich.
“Oh, Herr, welches Gewürz könnte denn Salz ersetzen?” rief der Koch verzweifelt. Auf diese Frage aber wusste der König keine Antwort. Er wurde böse und befahl dem Koch, das Festmahl ohne Salz zu bereiten.
“Wenn es dem König recht ist, mir kann es sicherlich recht sein!”, dachte der Koch und sandte ungesalzene Speisen zur Königstafel. Den Gästen wollten die Gerichte nicht munden, obzwar sie sonst schmackhaft und wohlgefällig zubereitet waren.
Der König sandte seine Boten nach allen Windrichtungen aus, um Salz zu holen, doch sie alle kehrten unverrichteter Dinge und mit leeren Händen ins Schloss zurück. Das gleiche Missgeschick hatte auch die Nachbarländer betroffen und wer noch einen kleinen Salzvorrat hatte, wollte sich nicht für alles Gold der Welt von ihm trennen.
Auf Befehl des Königs bereitete nun der Koch nur süße Speisen und Gerichte zu, die keines Salzes bedurften. Doch auch diese Speisen wollten den Gästen auf die Dauer nicht schmecken, und als sie sahen, dass keine Besserung abzusehen war, verließen sie, einer nach dem anderen, das königliche Schloss. Die beiden Prinzessinnen waren untröstlich, aber es blieb ihnen nichts anderes übrig, als die Gäste ziehen zu lassen.
Doch nicht nur die Menschen, sondern auch das Vieh in den Ställen litt unter diesem Salzmangel. Kühe, Ziegen und Schafe gaben wenig Milch. Es war ein Unglück für jedermann im Lande. Die Leute wankten müde zur Arbeit und wurden schwach und krank. Sogar den König und seine beiden Töchter verschonte die Krankheit nicht. Da erst erkannten sie, welch seltene Gabe des Himmels das Salz war und wie wenig sie diese geschätzt hatten.

Zu unser aller Glück endet diese sehr traurige Geschichte nicht an dieser Stelle!
Unsere Salzprinzessin behielt, trotz des Unrechts, dass ihr widerfahren war, die Liebe zu ihrem Vater in ihrem Herzen. Auch die gute Fee, die ja jede Prinzessin im Märchen trifft und in deren Dienste sie trat, erkannte das reine Herz der Prinzessin und belohnte sie dafür mit einem Beutel voll Salz. Mit diesem machte sich unsere Heldin auf den Weg zu ihrem Vater, nachdem sie von seiner Krankheit erfuhr.
Der König war überglücklich, als er seine jüngste Tochter wiedersah. Er bat sie um Verzeihung, doch Maruschka küsste und streichelte ihren Vater nur und hatte auch schon alles Unrecht, welches ihr geschehen war, vergessen. Schnell verbreitete sich im Schloss und auch im ganzen Lande die Kunde, dass des Königs jüngste Tochter heimgekehrt war und Salz mitgebracht hätte. Jeder, der im Schloss erschien und um Salz bat, bekam ein wenig aus dem Beutelchen, welches nie leer wurde.
Der König, sein Volk und alle Tiere wurden gesund und waren voller Freude.

Aber Achtung, es wird noch besser:

Auf ein Zeichen der Fee hin, wanderte die Salzprinzessin über drei Berge und durch drei Täler und blieb hierauf stehen, so wie es ihr die alte Frau geboten hatte. Mit ihrer Rute schlug sie auf den Boden und siehe da! Die Erde öffnete sich und sie trat ein.
Sie stand inmitten eines großen Saales, dessen Wände und Boden wie aus Eis gebaut zu sein schienen. Von allen Seiten liefen winzige Männchen herbei, die alle hellleuchtende Fackeln trugen.
“Sei uns willkommen, oh Königin!” riefen sie. “Wir haben deine Ankunft lange erwartet! Unsere Gebieterin befahl uns, dir dieses unterirdische Reich zu zeigen, denn es gehört dir!”
Die kleinen Männchen führten Maruschka durch Gänge, von deren Decken silberschimmernde Eiszapfen hingen. Sie geleiteten sie in Gärten, in welchen rote Eisrosen und andere wunderbare Blumen blühten. Dann brachen sie eine der schimmernden Blüten ab und reichten sie Maruschka, doch kein lieblicher Duft entströmte ihrem Kelch.
“All dies ist Salz!” riefen die Männchen im Chor. “Nimm davon, so viel dir beliebt. Der Vorrat ist unerschöpflich!”

Da erst wurde es der Prinzessin klar, dass die alte Frau ihre gütige Fee gewesen war. Sie kehrte heim und wurde von ihren Untertanen stets geliebt und geehrt.
Und wenn sie nicht gestorben ist, so lebt sie vielleicht noch heute.

Und aus diesem Grund gibt es auch heute noch genug Salz & Liebe auf unserer Welt mit dem wir unser Essen verfeinern können. :-)

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